Kling Klang

>>Wenn aus wenig mehr wird, spitzen wir die Ohren. Das „Mehr“ bei Tussle, dem Quartett aus San Francisco, wird vor allem durch die Hallspirale erzeugt, in die ihre trocken mit Bass und Schlagzeug eingeklopften Tracks oft hineingeraten. Es sind wirklich simple, schulbuchhafte Patterns, die da in enger Relation zu House gespielt werden, aber die Spiegelfläche, auf die Tussle ihre stoischen Abläufe in regelmäßigen Intervallen lenken, reflektiert Dub und faszinierende Musikgeschichte: Neu!, Can und Jaki Liebezeit und natürlich Workshop, an deren Evergreen „Talent“ man sich in vielen Momenten erinnert fühlt. Nur ist das hier alles eben in Echtzeit gespielt und noch einen Tick minimaler bzw. erweckt zumindest den Eindruck, es sei so. Tussle wollen wir unbedingt mal live sehen, aber auf Platte funktioniert auch alles bestens. Einmal mehr beweist das norwegische Label Smalltown Supersound ein glückliches Händchen und komprimiert den unübersichtlichen Output der emsig wummernden kalifornischen Rhythmusmaschine zu einem kompakten forschen Album. Im Remix-Modus hört sich das Ganze dann noch rasanter an: Die „Soft Pink Truth Disco Hijack“-Version von „Windmill“ und Stuart Argabrights Mix von „Don’t Stop“ lassen Tussle am Ende von „Kling Klang“ ziemlich funky explodieren. Anders hätten wir die Band aus dieser Nummer auch gar nicht rausgelassen.<<
Hendrik Kröz/Intro 133

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: