Logic im Livebetrieb

In diesem Post sammle ich mal verschiedene Tipps für eine stabile Logic-Performance. Denn leider kommt es im Zeitalter von Logic 7 und Mac OSX ab und an zum unerwünschten Sequenzerstillstand („CoreAudio System Overload„, „Disc is too slow“). Und das ist in der Konzertsituation ein Super-Gau.

Die folgenden Ratschläge sind Erfahrungswerte oder enstammen der Recherche im Logic Userforum.

Programme/Logic
Ich habe im Audiotreiber Menü (Einstellungen/Audio/Treiber/CoreAudio) die Option „größerer Festplatten-Puffer“ aktiviert, „Buffergröße“ auf 1024 Samples gestellt.
Ich arbeite live mit 16-Bit und verzichte auf das „Software-Monitoring“.

Systemeinstellungen/Energiesparen
„Ruhezustand“: Ruhezustand für Festplatten deaktiviert.
„Optionen“: Prozessor-Leistung: Maximal

Dienstprogramme/Aktivitätsanzeige
Hier kannst du detailiert nachsehen, wer welchen Hunger hat. Aber eigentlich sollten bei der Performance außer Logic alle anderen Programme zu sein.

Tracks Bouncen. Sinnvoll, wenn du viel mit Software Instrumenten arbeitest. Verbraucht weniger Systemrecourcen.

Auf der Bühne immer schön darauf achten, dass der Rechner nicht allzu heftigen Vibrationen (Drumpodest, bassiger/lauter Monitor), zu starker Hitze (Scheinwerfer) oder direktem Nebel (Nebelmaschine) ausgesetzt ist. Wenn du dein Laptop mit Schaumstoff unterlegst, vergewissere dich auch, ob die Lüftung noch ausreichend kühlt.

Eine schnellere (7200 RPM), externe Firewire-Festplatte scheint stabiler zu laufen als die interne. Sie sollte als Mac OS Extended (Journaled) formatiert sein.
Um aber der Erschütterungsproblematik weiter aus dem Weg zu gehen, denke ich gerade darüber nach, meine Audiodaten (eventuell auch das Programm?) via Firewire von einem externen CompactFlash Card-Reader (Sandisk Extreme IV) abzuholen. Also Flash-Speicher anstelle von Festplatten.

Es wird ein Logic Song mit den ganzen live zu spielenden Einzelsongs angelegt und mit Sprungmarkern und Stopevents gearbeitet, also mit Meta Events. Die Songs springen nach dem Ende automatisch auf den Anfang des nächsten zu spielenden Tracks, sobald alle bereit sind, muss ich nur das Playback des Songs starten.

Mit De Phazz hatten wir bei einem Gig in Odessa mehrfachen Rechnerausfall, vermutlich aufgrund von Stromschwankungen bzw. schlechtem Strom. Folgende Lösungsansätze stehen nun zur Debatte: zusätzliche Geräte zur Stromstabilisierung (Power Conditioner à la Furman, SVU) oder eine „bus-powered“ Soundkarte (die im Notfall über den Akku des Laptops mitversorgt wird). Wechsel des Betriebsystems: zurück zu OS 9.2.2, das im Gegensatz zu OSX auf virtuellen Speicher verzichten kann.

* Ich arbeite übrigens mit einem G4 Powerbook (867 MHz, 768MB, 10.4.9 oder 9.2.2) Logic Pro 7.1.1. Als Soundkarte verwende ich entweder Echo Indigo-DJ oder Motu Traveler.

5 Antworten to “Logic im Livebetrieb”

  1. oli Says:

    Vielleicht bringt auch „keyboards“ mit seiner Serie „Live Konzepte. Laptop auf der Bühne“ Licht ins Dunkel?
    http://www1.keyboards.de/magazine/2007/02/index.html

  2. oli Says:

    Meta Event: „Stop at Marker“
    >>Actualy Markers do not have this ability but Logic is quite Intelligent app so it has internal Logic behaviour messages named „Meta Events“ so there is a Meta who can do that job like Marker „Stop“.
    What have to do?
    Navigate to the place in the Arrange you like to Stop the Playback.Draw a short empty midi sequence on any track (including audio ones -anywhere..).Open the sequence object with Event list window.
    Right click over the button labled as „0010011“ who is to the left in the Green buttons group.
    A new Meta event message will be created in the list – ( Num 50 Song Select by default ).Roll the „Num“ column value from 50 to 52 – (Stop Playback).
    That’s all…

  3. RobK Says:

    >>Es wird ein Logic Song mit den ganzen live zu spielenden Einzelsongs angelegt und mit Sprungmarkern und Stopevents gearbeitet, also mit Meta Events. Die Songs springen nach dem Ende automatisch auf den Anfang des nächsten zu spielenden Tracks, sobald alle bereit sind, muss ich nur das Playback des Songs starten.

    Wüsste gerne, wie das genau geht – Sprungmarker und Stopevents sind klar, aber verwendest Du auch Num 50 Song Select zum Nachladen von Songs – das hab ich nie geschafft – kann ich nach dem Ende eines Songs automatisch einen anderen nachladen und wenn ja, wie stelle ich den Bezug des zu ladenden Songs mit dem Value des Meta Events 50 her ???

    Dank & Gruß
    Rob

  4. falsch verbunden! « E-BEATS Says:

    […] wurde mein Cardreader nicht mehr erkannt – mittlerweile weiss ich auch, dass ich mit der Aktion zerschossen habe […]

  5. Workshop Drums & Percussion “Computer als Zuspieler” | E-BEATS Says:

    […] zwei Links zum Thema “Logic als Zuspielsoftware”: Logic im Livebetrieb 1, Logic im Livebetrieb 2 Und dort zwei Links zum Thema bühnentauglicher Laptopplatz: Laptop-Tisch, […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: