Einmal laufen, maximal 2 Koffer! Teil 1

Irgendwie stehe ich überhaupt nicht darauf allein mit dem Auto zum Gig zu fahren, da ziehe ich die Kombi Taxi/Eisenbahn wirklich vor. Die Vorteile überwiegen offensichtlich: man kann lesen, schlafen, rumlaufen oder im im Boardrestaurant nen Kaffee schlürfen. Da ich ohnehin ungern mehr als Kick, Snare, Hihat und Becken mitbringe, und natürlich auch auf das Spiel mit minimalem Equipment stehe, lag die Idee und Herausforderung eines Zug-kompatiblen-Set-Ups auf der Hand.

Ich werde meine kompakten Favoriten vorstellen. Und so fing es 2003 an:

(1)
Für Jams mit einem DJ oder Electronic Artist, reise ich club-freundlich gerne mit diesem Setup:
eine akustische 12″ Meinl Hihat, eine getriggerte 12″x3,5″ Tama Snare, ein Ddrum Stereo-Pad und ein Fatkat Bassdrum-Pedal in Kombination mit einem 4 HE Softrack voller Elektronik:

Analoge Bassdrumklänge kommen von der Jomox M-Base01, amtliche 12 bit „oldskool“ Sounds liefert das Simmons MTX-9.
Ein SM57 fängt die akustischen Klänge von Hihat und Snare ein und schickt deren Sound, nach der Vorverstärkung durch einen Behringer Preamp, durch mein Echogerät (Line6 DL-4).

Der Gesamtsound wird in einem Behringer RX1602 gemischt, die Summe wird schließlich durch einen Vermona DAF-1 Filter zum FOH (front of house) bzw. DJ-Mixer geschickt.

Nun zu den Details:
Das Fatkat Pedal triggert die druckvollen Bässe der Jomox M-Base01. Hier kann ich 10 Presets vorbereiten, die sich über einen Drehpoti einfach umschalten lassen.
Das Simmons MTX-9 wird einmal von der akustischen Snare getriggert (und steuert dort ein fettes Disco-Snare-Sample oder einen Handclap an), außerdem liefert es zwei Klänge für das Ddrum-Pad (Fell/Rim). Gern gewählte Kombinationen sind: Shaker/808 Rim, Snare Accent/Snare Ghost, Boom Bass/Simmons Tom, Noise 1/Noise 2, „click“/ „cuts“…
Mit dem Behringer Pult bestimme ich die Lautstärkeverhältnisse.
Schließlich ist der Vermona Filter die „letzte Instanz“ in meiner Klangkette bevor „mein Mix“ (via DI Box) zum DJ-Mischer geschickt wird.

Den Aux-Weg des Behringer Pults habe ich übrigens derart umlöten lassen (die Aux-Wege der ersten 3 Kanäle sind nun Pre-Fader!) , dass ich neben meiner Stereosumme „fürs Publikum“, mir zusätzliche Klangquellen (z.b. Den DJ-Mix, einen Click, oder ein Zuspielgerät) auf meinen Kopfhörer-Mix legen kann.

Der Veranstalter sollte mir das Mikro samt Ständer und XLR-Kabel, eine Getränkekiste als Unterbau für mein Rack, sowie was sitzbares stellen. Und dann geht das Reise-Konzept auf.
…ok, mit 2 Koffern plus einer Umhängetasche.

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