Repetive Rhythmen

Jaki Liebezeit (Trommler der Krautrock-Band „Can“) spricht:
>>Naja, einflussreich war ich vielleicht insofern, als dass ich möglicherweise eine andere Spielweise praktiziert habe.
Schon zu CAN-Zeiten habe ich angefangen, einen von der Norm abweichenden Stil zu spielen. Das Charakteristische war diese Maschinenmässigkeit, dass ich Rhythmen dauernd wiederhole. In außereuropäischer Musik ist dieses Zyklische normal, in indischer Musik zum Beispiel. Ich habe Rhythmen repetitiv ohne Variation von Anfang bis Ende durchgespielt. Ich bin dafür am Anfang auch beschimpft worden. Manche Leute waren richtig sauer auf mich. Oft werde ich gefragt, von welchem Schlagzeuger ich am meisten beeinflusst bin – da sag ich immer von der Roland 909 oder der 808 – das sind so Rhythmuscomputer. Ich habe von diesen Geräten viel gelernt was timing anbetrifft. Es gibt einen alten CAN – Hit aus einer Fernsehserie, der hieß „Spoon“ (Album Ege Bamyasi, 1972) – das war eines der ersten Stücke mit einem Drumcomputer und Drums. Damals kannte das noch niemand. Seitdem hab ich Spaß daran, mit diesen Maschinen zu spielen. Daher bin ich wohl einer der Experten, die mit diesen Geräten gut umgehen können.<< Quelle: Zeit 17/2002

Eine Antwort to “Repetive Rhythmen”

  1. Prinzip Wiederholung « E-BEATS Says:

    […] Bei gesteigertem Interesse geht’s weiter mit dem Spex-Interview “Techno, im Prinzip ein flotterer Marsch” und der Gesprächs- Abschrift von der Can-DVD. Die Bandschleife schliesst sich zu guter Letzt wieder hier im Blog. […]

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