Die letzten beiden Tage waren ganz schön anstrengend - im wahrsten Wortsinn:
- anstrengend im Vorfeld. Vorgestern klingelte das Telefon, ob ich nicht kurzerhand am folgenden Tag einspringen könnte, auf der Luminale in Frankfurt. Elektronisch sollte es sein, aber auch kunsttauglich, und nicht zu heftig. So ne gute Stunde. In Interaktion mit einem VJ, Tänzern, eventuell auch mit den anderen anwesenden Musikern. Ach ja, und ne thematische Überschrift wäre ebenfalls zu berücksichtigen, einfach: Wasser…
Da ich hier gerade in Frankfurt bis auf meine Beckentasche und das Roland SPD-S leider GAR NICHTS an Drumequipment habe, wurde ein eher ungewöhnliches Setup zusammen gestellt, die nächste Stufe der DiscJamming-Idee…
Ran an die Arbeit. Zuallererst mal das SPD-S mit rauschenden, dubbigen Klängen, Sprach-und Atmo-Samples bestücken. “Och nee”, ich habe ja nicht mal mein Kick-Pad hier… also besser noch drei, vier satte Drumloops mitnehmen, die bei Bedarf die Aufgabe der Bassdrum übernehmen könnten. Das ganze schließlich durchs RE-20 Echo, wo ich den Pad-Output noch schön mit Hall und getapptem Delay verbiegen kann. Und ab in den Kanal 1 des DJ-Pultes.
Für die andere Seite habe ich ein paar schöne beatfreie Titel in den iPod geladen. Auf dem Weg in den Kanal 2 fliessen sie aber erst durch meinen analogen Vermona Filter (- der über die Cutoff/Resonanz Regler hinaus, noch einen LFO zum schrauben bereitstellt). Auch dieser Signalweg kann bis zur Unkenntlichkeit verzaubert werden.
Und zu guter Letzt gibt es ja auch noch den Pult-EQ zum Drehen.
Soweit die Vorbereitungen und mentalen Möglichkeiten. Gestern beim Event dann das schöne Moment, nämlich die Bestätigung, dass das Konzept funktioniert - allein, wie auch im Jam-Kontext. Und darüberhinaus ernsthaft ausbaufähig zu sein scheint.
Und die Veranstaltung selbst war auch bunt & vielseitig (- Ideengeber des Ganzen ist übrigens MOLILAB).
P. wie Play
PS. Die Zackenlinie trennt den Hand- vom Stock-Bereich.
PPS. Dieses Setup fällt natürlich eindeutig in die Kategorie “maximal einmal laufen“
PPS. geschickter Weise kam die Technik von Karsten Rohrbach, der zudem gerne fotografiert:




April 14, 2008 um 10:46 Uhr vormittags
Das war sensationell was Du da an Atmos und Beats fabriziert hast. Absolut genial-
Die leutz haben es alle genossen und waren total überrascht als sie gecheckt haben das es LIVE Drumming war, was sich da in die Ohren schlich.
Danke nochmal vom MOLILAB Team - Johannes
September 21, 2008 um 2:23 Uhr vormittags
VJ-Programm-Empfehlungen von Morgan Caney, dem visuellen Künstler des Abends:
http://www.myspace.com/morgancaney
1. vdmx - you can download a workable version from vidvox.com
2. the program i used with the pc is called ‘resolume’ - also very powerful and easy to use (it can be downloaded from resolume.com)