Archiv für März 2007

SPD-S Kniffs

März 27, 2007

Hier liste ich ein paar Tipps rund um das SPD-S auf:

Ich habe zuallererst einmal alle Werkssounds gelöscht. Nicht das diese schlecht wären, aber ich bevorzuge eine persönliche Klangbibliothek. Meine eigenen Samples und Loops bereite ich am Rechner mit Logic vor. Dabei bounce ich alles Audiomaterial in Mono und Standard Sampling Qualität (braucht weniger Speicherplatz und schützt im Live-Betrieb vor einer gegenseitigen Stimmen-Unterdrückung: das SPD-S ist nur 8-fach polyphon. Merke: ein Stereo-Sample braucht zwei Stimmen, in der “fine” Qualität sogar vier!). Mit einem USB Card Reader und einer San Disk 512MB (Maximalgröße!) Karte erfolgt der Datentransfer. Damit ich auf die Schnelle einen neuen Sound finde kann, ist ein ausgechecktes Beschriftungssystem erforderlich. Ein Klangname (Wave) darf maximal acht Zeichen lang sein, so dass ich mich für folgende Schreibweise entschieden habe: Instrumentkürzel + Zahl, bzw. nachvollziehbare Assoziation. So heissen beispielsweise meine Kicks “BD1″,”BDROCK” oder “BD909″. Meine verschiedenen Klanggruppen verteile ich derart auf die internen 399 Ablage-Plätze:

I001-030: Kick alias BD
I031-060: Snare alias SD
I061-080: Handclap alias CLAP
I081-100: Sidestick alias RIM
I101-120: offene und geschlossene Hihats alias HHO/HHC
I121-140: Becken jeglicher Couleur alias CYM
I141-160: Toms alias TOM
I161-180: Bongos und Congas alias BONGO/CONGA
I181-200: Raschelperkussion und Kuhglocken alias SHAKE/TAMB/COW
I201-220: Rauschiges und Fremdkörper alias NOISE
I221-240: Effektsounds alias EFX
I241-260: tonale Klänge, akkordisches und Hits alias HIT
I261-300: Loops alias XXX (hier wir die jeweilige bpm Zahl eingesetzt)
I301-399: sonstiges

Ich achte darauf, dass ich alle Klänge, die ich einsetzen möchte in den internen Speicher des Pads (16MB) überspielt bekomme. Ein weiterer Grund, die “Standard Sampling” Qualität auszuwählen.

OK. Sind sämtliche “User Waves” im inneren des SPD-S gelandet, kann ich sie in “Patches” gruppieren. Doch zuvor lege ich mir einen Master-Patch, quasi eine Schablone an: hier lösche ich den Patch-Namen, setzte ich die Levels der Pads/Trigger auf 97 herunter (um später Anpassungsspielraum nach oben und unten zu haben), und ordne jedem Pad die MIDI-Note gemäß der GM-MIDI Standards zu (macht dann Sinn, wenn ich mit dem Pad auch mal meinen Rechner bzw. externe Soundmodule fernbedienen möchte):

PAD1: Sidestick, MIDI Note #37
PAD2: Crash, MIDI Note #49
PAD3: Ride, MIDI Note #51
PAD4: Boom Bass, quasi Tom-3, MIDI Note #43
PAD5: Tom-1, MIDI Note #50
PAD6: Tom-2, MIDI Note #47
PAD7: Handclap, MIDI Note #39
PAD8: Snare, MIDI Note #38
PAD9: Hihat, geschlossen, MIDI Note #42
TRIGGER1: Kick, MIDI Note #36
TRIGGER2: Hihat, getreten, MIDI Note #44, offen , MIDI Note #46

spd-s.gif

Die User-Patches werden also gefüllt. Nun zum Fine-Tuning: so verwende ich gerne öfter mal das Tool der “Mute Groups” Patch Edit/Pad Control). Zum Beispiel für zwei lang klingende Toms oder für nicht gleichzeitig erklingen sollende Loops.

Schaukeln sich langklingende oder sehr fette Sounds, bei mehreren direkt aufeinanderfolgenden Schlägen zu unschön auf, wähle ich hier (Wave Edit/Wave Setup/Assign) die Option “Mono”. Meiner Erfahrung nach wichtig für die Boom Bass.

Loops stelle ich auf “Phrase” (Wave Edit/Wave Setup/Type). Einmal angeschlagen läuft die Schleife, bis ich wieder auf das selbe Pad haue oder den Loop durch einen Mute Group Befehl (s.o.) stoppe.

Für die Übersicht skizziere ich auf einem Zettel (bzw. in dieser, der persönlichen Situation anpassbaren Tabelle) mein Pad und notiere die Klangbelegung. Oldschool!

Zum Schluß. Immer wichtig! Ein Backup auf Speicherkarte und Rechner hinterlassen.

PS. das SPD-S lässt sich äußerst Reisefreundlich in einer größeren Laptop-Tasche oder DJ-Bag transportieren (- ich verwende eine Logstoff Messenger M2 Tasche, und fürs “heavy touring” ein Flightcase aus der Bucht, das eigentlich für einen DJ Mixer zugeschnitten wurde -), und wird auch vom Snareständer vortrefflich in Position gehalten :-)

grey.jpg

PPS. immer geschickt: die Bedienungsanleitung als PDF auf dem Rechner zu haben. Gibt es hier als Download (nur in Englisch).

PPPS. zum Thema “triggern” gibt es einen Extra-Post.

PPPPS. zum Thema “Trittschall” gibt es im Drummerforum.de einiges zu lernen.

ISBN 3-89775-092-9

März 27, 2007

Scheiße, das war ne kurze Nacht. Dennoch hatte es sich gelohnt, dem Türklingeln nachzugeben und zur Tür zu wanken: der Briefträger bringt mir die E-BEATS, direkt aus der Druckerei. Endlich!

Die eigene Library

März 27, 2007

Der heutige Montag stand bei mir ganz im Zeichen des Klangbastelns. Die Elektronikabteilung für die De Phazz Tour sollte zufriedenstellend eingetütet werden (”groß” klingend, und dennoch Flugzeugzeug-kompatibel…) und für den Messe Gig bei Native Instruments (wir spielen dort übermorgen, mit Netzer) wollte ich einen griffigen Battery Song erstellen, mit dem ich neun Titel bestreiten kann.

Zentrales Steuerteil ist in beiden Fällen mein Roland SPD-S. Für jeden Song lege ich dort einen extra Patch an, beschrifte diesen sorgfältig und wähle später den gewünschten Titel mit den großen +/- Buttons an.

Für die De Phazz Show möchte ich einige unerlässliche Original-Sounds, sowie diverse elektronische bzw. manipulierte Klänge vom Pad abfeuern, und mit einer Natursnare triggern. Leider hat das SPD-S nur zwei! Ausgänge, so dass ich zuallererst meine Boom Bass ausgelagert habe: Pad7 gibt beim Anschlagen nun einen stummen MIDI Befehl an meine Jomox MBAse, und löst dort einen satten Tiefbass aus. Von dort geht das Signal auf die DI-Box Nr.1 und ist versorgt.

In die zweite DI-Box schicke ich den rechten Kanal des SPD-S. [R]echts steht natürlich für T[R]igger, und ist der Zusatzklang meiner zweiten Snare. Aus dem linken Ausgang des Roland Pads kommt der klangliche Rest: Claps, Timbale, EFX, sowie dei Notfall-Loops (falls der Zuspieler mal versagen sollte…). Alles in die DI nummer 3.

Wenn dann alles mal im Case ist mache ich ein schickes Bild.

Ok, weiter geht’s mit dem Netzer-Set. Alle Klänge kommen jetzt aus dem Rechner, klar: mit SPD-S schicke ich nur MIDI Daten an das Battery-3-Programm. Und von dort geht eine Stereosumme via Soundkarte auf die PA. Vermutlich werde ich zwei Mono-Outputs anlegen, damit ich den [L]inken Output noch durch mein De[L]ay schicken kann…

Meine insgesamt 10 Schlagflächen pro Song (9x SPD-S,1x Kick Pedal) habe ich nun mit Bedacht ausgefüllt… und werde sie morgen dann mal spiel-technisch prüfen. Jetzt (…4.36 Uhr) aber erstmal und unbedingt: ab ins Bett :-)

Unter 120

März 26, 2007

>>Unter 120 Bpm ist ein seltsames, aber extrem spannendes Tempo. es groovt einfach cool. Es gibt nicht so viele Leute, die noch Dancemusic in dieser Geschwindigkeit machen.<<

Matthew/Junior Boys in De-Bug 1110407

Cymbal-Wah

März 24, 2007

Ein einfacher Handgriff, um mit deinem Becken einen bewegten Filter-Effekt zu erzeugen:

Beckenkuppe anschlagen, anschließend mit der offnen Handfläche in Richtung Kuppe tätscheln. Stelle dir vor du würdest mehrfach auf den riesigen “Ich weiss die Antwort Button” hauen, ohne ihn zu berühren…

Rave

März 24, 2007

>>In Deutschland [...] ist Rave nie weg gewesen. Mal hieß es Techno, heute nennen Leute es gerne Elektro, im Grunde ist es alles House. Der gerade Vierviertelbeat hat dabei einige Entwicklungen durchlaufen, aber er ist immer noch da. Und jedes Wochenende hören Hunderttausende seinen Ruf.<<
Tobias Rapp

Blog als Beruf

März 24, 2007

…ist auch ne Möglichkeit zu überleben, vorallem vielfältig & bunt: we-make-money-not-art

Days of Twang

März 20, 2007

Am 23.3. erscheint das neue De Phazz Album “Days of Twang“. Mein Lieblingstitel: “It will turn out right”. Und einen Monat später geht’s auf Tour.

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PS. Das Covermotiv erinnert mich übrigens immer an Thomas Maos, der einen Eierschneider an seine Gitarre gebastelt hat.

PPS. De Phazz = Destination Phuture Jazz. Aha!

DB

März 20, 2007

Warum ich mich so gerne über reisefreundliches und Miniatur-formatiges Equipment auslasse: das ermöglicht entspanntes Bahnreisen. Und da stehe ich drauf. Die Stieber Twins rappten diesen Vorzug schon 1998 auf den Punkt:

>>Ich pack mein Samsonite-Koffer auf mein Sofa
Weil ich gleich losfahr nach Stuttgart, unser Track wird Allstar
Was pack ich ein, was nehm ich mit
Ich brauch nur mein´Rhyme auf 12bit und mein Last-Minute-Ticket
Denn ich fahr mit Neckermann am Neckar lang
Feil im Abteil am Style, damit ich später besser rappen kann
Und auch bei Zeitverzug im Abfahrtsplan,
Kommt mein Koffer mit true HipHop sicher an.<<
Fischmob Allstars/Susanne zur Freiheit

Reisestudio

März 20, 2007

Portabel, mit getrennten Signalen. So lautet die Anforderung an meine DAW, kompakt für ne Proberaum Recording Session oder einen Gig-Mitschnitt, zudem gemütlich bei der Nachbearbeitung im heimischen Sofa…

Ich packe also meinen Koffer…mit einem älteren G4 Laptop (867MHZ), Motu Traveler (mit vier Mic Preamps) und diesen Mikrofonen: ein SM57 für die Snare (mit K&M 24030 Halterung), eine alte Shure Grenzfläche (819, die in die Kick gelegt wird) und zwei Audio Technica Overheads Pro37R.

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